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Mittwoch, Januar 19th, 2011 | Author:

Wie nützlich ist das iPad als Reisebegleiter? Hier ein Zwischenbericht nach 4 Wochen Neuseeland, die meiste Zeit davon an entlegenen Plätzen in der der Natur. Ich wollte einen Reiseblog schreiben, auch mal Photos hochladen und die Karten-App für die Navigation benutzen.


Blog aktualisieren mitten in der Landschaft

Ausrüstung: Ein 3G-iPad 16Gb der ersten Generation, eine Lederhülle als Schutz für die Technik, fürs bessere Handling (bequemes zwischen-die-Knie-klemmen zum Tippen) und für ein dezentes Autreten – so sieht das potenziell begehrliche Stück harmlos aus wie ein ledergebundenens Notizbuch. Außerdem ein kleiner Adapter für den 12V Auto-Zigarettenanzünder mit USB-Buchse zum Aufladen unterwegs. (klappt einwandfrei!)

Meinen deutschen Tarif habe ich für die Reisezeit gekündigt, die Roamingtarife fürs Ausland sind völlig indiskutabel. Ich habe mir stattdessen gleich in der Flughafenhalle eine neuseeländische mobile Flatrate von Vodaphone geholt (die haben lt. Netzrecherche in NZ die beste Abdeckung), war eine Sache von 5 Minuten. Die  SIM-Karte fürs iPad kostet 30 NZ$, das sind ca 16 EUR. SIM einlegen, Registrierungseite von Vodaphone ansurfen und Kreditkartendaten eintragen. Von den beiden Tarifen, die für jeweils 30 Tage Internetzugang anbieten wählte ich den größeren, 3GB für 50$. Funktioniert auf Anhieb.
In den größeren Städten gibt es 3G-Geschwindigkeit, damit surft man fast wie mit DSL. In den allermeisten Gegenden gab es immerhin den normalen Mobilfunkanschluss, mit dem man wichtige Seiten mit einiger Geduld aufrufen kann. Mit gelegentlichen Verbindungsabbrüchen bei schwacher Verbindung muß man aber leben. Mailabholen und die Karten-App benutzen ging fast immer.

Das Fazit nach ein paar Wochen ist durchweg positiv, vor allem die Vielseitigkeit ist das wichtigste Pro-Argument. Sogar meine zunächst skeptische Reisebegleiterin möchte das Täfelchen nicht mehr missen und verlangt regelmäßig danach.

Das iPad ist so vieles gleichzeitig:
– eine stufenlos zoombare, hochauflösende Karte, auf der bei Bedarf noch jeder Feldweg eingezeichnet ist, ausgestattet mit dem magischen, pulsierenden blauen Punkt, der fortlaufend die eigene Position auf der Karte anzeigt, und auf die Frage „wo sind wir gerade“ präzise Auskunft gibt.



– Eine immer aktuelle Wetterauskunft wenn das Netz es hergibt, nützlich für die spontane Reiseplanung,



Recherche zu Reisezielen und Unterkünften, deren Telefonummern und genaue Ortsangaben, die man in der Karte eingeben und die Plätze so leicht finden lassen kann.



Mailverbindung zum Rest der Welt
Blog-Bodenstation für dieses WordPress-Blog. Ich habe für einen Schnellzugriff in iCab, dem alternativen Browser mehrere Tabs angelegt: eine Seite, um neue Artikel anzulegen, die Kommentarverwaltungsliste und die Besucheransicht des Blogs. Es macht viel Spaß, die Reiseerlebnisse mit den Freunden zuhause zu teilen!
– Ein Fotobetrachter und Fotospeicher. Es war immer ein schöner Moment, die tägliche Fotoausbeute (über das Kamera-Connection-Kit) ins iPad zu holen, die Photos hochauflösend auf dem guten Display zu begutachten, sie zu drehen und mißlungenes gleich zu löschen.



– Ein Fotolabor, um schöne Ausschnitte zu machen, Belichtung oder Kontrast nachzubearbeiten. Ich benutze dafür die sehr vielseitige App „Photogene“. Sie bietet auch die praktische Möglichkeit, die großen Kamera-Photos für Mail oder Blog passend herunterzurechnen auf zB 640 Pixel, damit ein Upload überhaupt möglich ist bei schwacher Netzverbindung. Sehr praktisch ist auch ein hier eingebauter FTP-Upload, mit dem ich meine Blog-Bilder direkt ins WordPress-Upload-Verzeichnis hochladen konnte.



– Ein leistungsfähiges Wörterbuch zum Nachschlagen von rätselhaftem Vokabular, das einem unterwegs begegnet.



– Und – bei gutem 3G-Netz- sogar ein supergünstiges Telefon. Wir führten ausführliche Gespräche mit Freunden zuhause für wenige Cent die Minute (Voice over IP, über die Sipgate-App). Überraschend gute Tonqualität, man muß nur etwas längere Pausen machen, um sich wegen der leichten Verzögerung rund um die Welt nicht ins Wort zu fallen.



– Wenn man möchte, ein komplettes Bücherregal zum Gewicht eines einzelnen dicken gebundenen Buches. Solange man Schatten, hat, läßt es sich komfortabel lesen auf dem iPad. In der Sonne ist es allerdings nicht zu gebrauchen. Außerdem ist die Auswahl im Apple-Buchladen noch sehr eingeschränkt. Immerhin hat man einen Buchladen überall dabei und kann „nachtanken“.



– Unterhaltung: Wir haben uns stundenlang mit der „Scabble“-App vergnügt – ein klassisches Scabble, nur dass man keinen Steine verlieren oder das Brett umstoßen kann. Alles ist noch da nach dem Umzug auf den nächsten Platz. Punkte zählen muß man auch nicht. Macht Spaß! „Pacman“ und „Tetris“ kamen auch mal zum Einsatz.



Fazit – Wenn man eine gute lokale Datenflatrate bekommt (und nur dann), ist das iPad ein sehr vielseitiger Reisebegleiter!
Verbraucht habe ich ca. 0,5 GB in den 30 Tagen.

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Freitag, Juli 16th, 2010 | Author:

Ich hab’s getan, ich war zu neugierig auf diese Umsetzung eines neuen Werkzeuges, das die digitale Kreativität vom Schreibtisch in gemütliche Sofaecken und Hängematten holt.
Außerdem reizt es mich, irgendwann mal selbst eine solche Art Software zu entwickeln – Software, die grafisch ansprechend, weitgehend selbsterklärend und ganz einfach ist. Dazu muss man das Teil ja schließlich selbst eingehend getestet haben, oder?
Kurz und gut, das Ding ist wirklich ein tolles Werkzeug. Ich sitze gerade tatsächlich auf dem Sofa und tippe auf der virtuellen Tastatur, und es geht erstaunlich fließend und fast besser als auf der physischen.
Besonders hat es mir das über die Landschaft fliegen mit Goggle Earth angetan, und dass ich eine magische Landkarte mit mir trage, die immer weiss, wo ich mich befinde, und mir die Umgebung beliebig skalierbarer präsentiert, ist ein erfüllter Kindheitstagtraum.
So übe ich nun gerade, mit meinem tragbaren Schreibtablett mein Blog zu befüllen, um auch mal auf Reisen meine Gedanken ins Weltennetz stellen zukönnen.

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Donnerstag, Oktober 22nd, 2009 | Author:

Der erste Schnee kündigt sich an, und ich entschließe mich, den Dome zu zerlegen um ihn in sein Winterlager in der Garage bringen zu können. Heute bin ich allein und ich bin gespannt, ob es schwierig ist, die Kuppel zu zerlegen.
Ich habe mir vorgenommen, gezielt nur möglichst wenige Teile herauszunehmen, so dass der Dome in 6 grosse Pentagramme zerfällt, die man leicht tragen und später wieder schnell zusammensetzen kann.

Die E-Dreicke sind der Schlüssel zum praktischen Zerlegen.

Die E-Dreicke (lila) sind der Schlüssel zum praktischen Zerlegen.


Ich löse mit dem Akkuschrauber eine Seite der „E“-Streben (das sind die einzigen gleichseitigen Dreiecke in der ganzen Konstruktion). Ich nehme keine Streben heraus, sondern drehe sie nur zur Seite. So sieht es nachher aus:

02-penta-dome
Der Dome zeigt so seine interessante Pentagramm-Struktur nach dem Herausnehmen der Verbindungsdreiecke:

01-penta-dome
Ich löse als nächsten Schritt die 5 Verbindungspunkte des Deckel-Pentagramms und lege es auf den Boden. Der Rest steht immer noch durchaus stabil:

03-penta-dome

Das herausgenommene Teil ist in sich stabil. Man kann es gut allein tragen.

04-penta-dome
Jetzt kommen die anderen Pentagramme dran – hier habe ich die beiden vorderen bereits abgeschraubt. Jetzt wird es doch etwas wackelig und ich stütze die Elemente mit einem Besen ab.

05-penta-dome
Die Einzelteile lassen sich wunderbar ineinander legen und nehmen so nur wenig Platz ein.

06-penta-dome
Das ist der gesamte Dome „im Winterschlaf“. Er passt mit etwas Geschick genau in die Garage. Der Abbau hat allein ca. eine Stunde gedauert.

07-penta-dome
Mir sind bei der Arbeit einige Ideen gekommen, wie man die einzelnen Elemente separat mit einer Plane bespannen könnte und an den Ecken so vorbereiten könnte, dass man sie innerhalb weniger Minuten zusammensetzen könnte.
Das hat aber bis zum Frühling Zeit…

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